Ardmore
Aus Whisky-Guide. Alles ueber Scotch Malt Whisky
| Ardmore |
|---|
| Region: Speyside |
| Ardmore Distillery Kennethmont |
| Website: Ardmore |
| Keine Besucher |
Inhaltsverzeichnis |
Allgemeine Informationen
Die Ardmore-Destillerie dürfte geschmacklich den Kennern von Teacher's Blended Whisky bekannt vorkommen. Zumindest die Malzigkeit der Teacher's dürfte ihren Ursprung bei Ardmore haben.
Die Brennerei wurde von Teachers im Jahr 1898 erbaut. Seit 2005 gehört Ardmore zu Fortune Brands Inc. beziehungsweise Beam Global.
Geschichte
Die Ardmore-Destillerie wurde im Jahre 1898 von William Teacher & Son gebaut, um dort Whisky für den Teacher's-Blend zu produzieren. Bis heute gibt es nur eine einzige offizielle Single Malt Abfüllung aus der Brennerei: Traditional Cask (ohne Altersangabe).
Die Destillerie wurde mehrfach erweitert. So wurde bereits 1958 ein weiteres Paar Pot Stills installiert, 1975 wurden nochmals vier Stills dazu gestellt. Ein Jahr später, also 1976, wurde Teacher's und damit auch die Ardmore-Destillerie von Allied Brewers übernommen, die zwischendurch Allied Distillers hießen. 2005 kam Ardmore zu Fortune Brands Inc.
Bei den Erweiterungen behielt die Brennerei ihre Alte Dampfmaschine und ihre Brennblasen, die bis 2002 mit Kohle befeuert wurden. Keine andere Destillerie hat so spät die direkte Beheizung der Brennblasen eingestellt. Die Brennerei hat eine eigene Fasswerkstatt.
Tasting Notes
Allgemeine Geschmacksinformationen
Die Ardmore-Whiskys sind prägende Bestandteile der Blends von Teacher's (Teacher's Highland Cream). Zumindest die Malzigkeit der Teacher's-Blends dürfte auf die Einflüsse des Ardmore-Whiskys in den Blends zurückzuführen sein. Vor allem unabhängige Abfüller haben Ardmore bisher als Single Malt auf den Markt gebracht. Gordon & MacPhail wurde von der Destillerie autorisiert, die Ardmore-Whiskys abzufüllen. Aber auch von Signatory gibt es einige Versionen dieses Single Malt.
Als besonders gelungen kann sicher die Version des Ardmore in der Un-Chillfiltered-Serie von Signatory genannt werden. Allerdings gibt es auch hier nicht zu vernachlässigende Unterschiede von Fass zu Fass. Im Zweifelsfall hilft nur eine Whiskyprobe weiter, um den besten Ardmore aus den unabhängigen Abfüllungen herauszufinden.
Abfüllungen
| Traditional Cask, ohne Altersangabe, 46% vol. Alk. | |
|---|---|
| Farbe | Gold. |
| Geruch | Die beiden verwendeten Fasstypen (Sherrybutt und Barrel) ergänzen sich hervorragend. Leicht würzig und cremig, etwas Wasser lässt den Torfgeruch aufsteigen. Insgesamt trocken udn torfig, erdig. |
| Geschmack | Die cremige Fülle mit Torfaromen bestimmt den Geschmack, bevor sanftere Vanillearomen hervortreten. Mit etwas Wasser deutlich fruchtigere Aromen. |
| Abgang | Fleischig, einnehmend und lang. |
| 1990 , Signatory un-chillfiltered, 46% vol. Alk., Bourbon Cask 6368 | |
|---|---|
| Farbe | Recht hell, sehr blasses Gold. |
| Geruch | Sehr deutliche Anklänge an das Boubon-Fass. Holzkohle verbindet sich mit den typischen Vanille-Aromen. |
| Geschmack | Sehr sherrytönig und süßlich. Hinzu kommt etwas später noch ein deutlicher Rauchton (Holzkohle) und deutliche Anklänge an Eiche. |
| Abgang | Der Alkohol ist im Abgang ganz gut versteckt. |
| 12 Jahre alt, James MacArthur, 56,2% vol. Alk. | |
|---|---|
| Farbe | Tiefes, kräftiges Gold. |
| Geruch | Malzig aber auch fruchtig-süß. Ein wenig spritzig. |
| Geschmack | Sehr süß und malzig. Deutlich nach Zedernholz, dazu einige Anklänge an Johannisbeere. |
| Abgang | Weicher werdend, trocken, wärmer werdend. |
| 1985 Gordon & MacPhail, 46% vol. Alk. | |
|---|---|
| Farbe | Gold. |
| Geruch | Ein wenig nach Wachs, etwas medizinisch. Dennoch mit fruchtigen und leichten rauchigen Anklängen. |
| Geschmack | Stark nach Sherry, süßlich zu Beginn. Rauch tritt plötzlich in den Vordergrund. |
| Abgang | Rauchig, gewürztönig, sehr trocken. |
| 25 Jahre alt | |
|---|---|
| Farbe | Helles Gold. |
| Geruch | Zunächst steigt Marzipan mit einer schwachen Spur Torfrauch in die Nase. Dazu kommen Kirschen und schwarze Beeren. Mit etwas Wasser kommt ein ledriger Geruch zum Torf, der schnell verschwindet und cremigen Fruchtaromen und Eichennoten den Vortritt lässt. |
| Geschmack | Unverdünnt ein einnehmender Geschmack, der keinen Platz für Nuancen lässt. Mit etwas Wasser kommen Vanillearomen zum Eichenholz, der Whisky wird dann weicher. |
| Abgang | Lang und frisch. |



