Beginner's Guide

Aus Whisky-Guide.
Version vom 19. Juli 2015, 14:49 Uhr von Andreas Gugau (Diskussion | Beiträge)

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Kleines Tasting nach einer Führung bei Ardbeg.

Wie loslegen?

Sie wollen endlich mal einen guten Whisky probieren, haben aber erstmal keine Ahnung? Kein Problem. Machen Sie sich einen schönen Abend. Sie erfahren hier alles, was Sie dazu brauchen. Das geht schnell, ein Gang in den Supermarkt genügt. Beim Whisky gilt ohnehin: Probieren geht über Studieren. Um aber aus den Whiskys von rund 100 Destillerien überhaupt einmal einen oder mehrere aussuchen zu können, erhalten Sie eine kleine Hilfestellung.

Welcher Whisky?

Zugegeben, das Angebot an Whisky wird immer größer, ein Einsteiger könnte glatt verzweifeln. Hier unser ultimativer Shopping-Guide für Ihr erstes Tasting. Alle hier genannten Whiskys sind relativ günstig, wo Sie Ihren Whisky kaufen können, steht in unserem Whisky-Einkaufsführer. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie Whisky verkosten. Vergessen Sie nicht, ausreichend neutrales Wasser (ohne Kohlensäure) bereitzustellen und denken Sie an die Fahrer (die natürlich nicht am Tasting teilnehmen)!

Ein Whisky-Blender bei der Arbeit.
Whisky-Glas.
  • Glenfiddich kennen Sie bestimmt. Glenfiddich ist fast in jedem Supermarkt erhältlich. Ein leichter Malt. Damit fangen Sie an.
  • Glenmorangie: ein sanfter, geschmeidiger Whisky aus den nördlichen Highlands ohne allzu große Ecken und Kanten. Kaufen Sie die 10- oder 12-jährige Abfüllung.
  • Bruichladdich: von der Insel Islay. Die Destillerie liegt windgeschützt und produziert einen reinen Alkohol, er unterscheidet sich deshalb deutlich von Ardbeg.
  • The Macallan ist ein Klassiker aus der Speyside. Voll, schwer, sehr komplex. Ein Höhepunkt Ihres ersten Tastings.
  • Ardbeg zum Schluss. Ein richtiger Hammer mit Jod, Torf. Falls möglich, kaufen Sie Ardbeg Uigeadail. Er hat mehr als 54% vol. Alkohol und ist in Fassstärke. Ansonsten können Sie natürlich auch jede andere Ardbeg-Abfüllung nehmen.

Sie wollen weniger als fünf Flaschen kaufen? Unsere Empfehlung:

  • 1 Flasche: Glenmorangie
  • 2 Flaschen: Glenmorangie und Bruichladdich
  • 3 Flaschen: Glenfiddich, The Macallan und Bruichladdich
  • 4 Flaschen: Glenmorangie, Bruichladdich, The Macallan und Ardbeg.

Maritimes Tasting

Sie haben Hummer, Langusten und Austern eingekauft? Wunderbar, hier die ultimative Whisky-Empfehlung (Geld spielt keine Rolle).

Schauen Sie vor dem Tasting in unserer Destillerien-Liste nach und drucken Sie sich die entsprechenden Seiten aus. Dann wissen Sie in etwa, was Sie erwartet.

Glas

Whisky im Haus, Gäste fast schon da und jetzt - kein Nosing-Glas zur Hand? Es gibt Alternativen. Prinzipiell können Sie Whisky aus jedem Glas trinken und wenn Sie gerade mal keine Wissenschaft daraus machen, dann ist die Wahl des Glases nicht existenziell. Nehmen Sie ein Glas, in das auch die Nase reinpasst, also kein hohes, enges Obstler- oder Grappa-Glas. Ein Tumbler geht für den Anfang auf jeden Fall. Ein klein geratener Weißweinkelch geht zur Not auch. Da sieht nur die Whisky-Menge darin recht mickrig aus.

Was zum Knabbern

Lassen Sie sich beim Whisky-Probieren Zeit. Sie können den Abend auflockern (und die Pausen zwischen den Whiskys sinnvoll füllen), wenn Sie zwischendurch ein bisschen aus Whisky-Guide vorlesen. Hier finden Sie schließlich Wissenswertes zu jeder Destillerie. Diskussionsstoff gibt es dann jede Menge, wenn jeder seine eigenen Geschmacksempfindungen nennt. Bei ernsthaften Whisky-Tastings knabbern die Teilnehmer Oatcakes. Die sind neutral aber nicht unbedingt ein Gaumenschmaus. Deshalb auch noch eine Alternative.

Häppchen mit Lachs und Frischkäse

Wer sich beispielsweise einen ganzen Abend lang schottischen Genüssen, insbesondere dem Whisky in unterschiedlichen Variationen widmen möchte, kann ruhig einen Lachs-Kartoffel-Auflauf, Whisky-Steaks oder schottischen Eintopf mit einem Schuss "Lebenswasser" auf den Tisch bringen. Geschmackneutralisierend und als Grundlage für den Whisky sind jedoch eher leichte Lachs-Sandwiches, für die man helles Weißbrot mit Frischkäse oder Crème double bestreicht und mit Dill und Räucherlachs belegt. Eine andere Variante ist kurz gebratener Lachs auf einem Senfdressing, in das einige wenige Tropfen Hot Scotch Sauce gemischt sind.

Whisky-Früchtekuchen

Zutaten

Für den Teig:
200 g Butter
150 g Zucker
4 Eier
125 g Speisestärke
125 g Mehl
3 TL Backpulver
3 EL Kakaopulver
150 g Haselnüsse, gemahlen
100 g dunkle Schokolade, grob gehackt
150 g getrocknete oder kandierte Aprikosen, Mango, Papaya, Kirschen - nach Belieben!

Zum Bestreichen:
7 EL Whisky
1 TL instant Kaffeepulver
1 Pck. Vanillezucker
1 EL Puderzucker

Zubereitung

Am Vortag die sehr kleingeschnittenen oder zerhackten Früchte gut mit Whisky (je hochprozentiger desto besser) bedecken und mindestens 8 Stunden durchziehen lassen.
Butter und Zucker schaumig rühren. Die Eier einzeln gut unterrühren. Stärke, Mehl, Backpulver und Kakaopulver mischen, sieben und unter die Masse heben. Zuletzt die Haselnüsse, die Früchte und die Schokolade unter den Teig geben. Den Teig in eine gefettete Springform füllen.

Im vorgeheizten Backofen bei 175°C Ober/Unterhitze ca. 50-60 Min. backen (Stäbchenprobe machen!).

Danach den noch heißen Kuchen mit einem Holzstäbchen dicht an dicht einstechen. Ein Gemisch aus Whisky, Kaffeepulver, Vanillezucker und Puderzucker herstellen und darüber träufeln. Den Kuchen auskühlen lassen. Wer es besonders schokoladig mag, kann den Kuchen, wenn er komplett ausgekühlt ist, noch mit einem Schokoladenguß überziehen.

Shortbread

Eher geschmacksneutral sind Scones, Shortbread (das es sowohl als süßen Keks als auch in einer etwas salzigeren Variante gibt) oder Oatcakes und schottisches Teegebäck, die sich dezent zurückhalten und wenig vom Whisky ablenken.