Cragganmore

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<seo metakeywords="whisky-guide,guide to whisky,whisky,whiskey,whisky-fuehrer,whisky-führer,schottland,single,malt,scotch,speyside" metadescription="Alles über die Cragganmore-Destillerie in der Speyside: Ihre Whiskys, die Geschichte der Destillerie und eine Bildergalerie." />

Cragganmore
Region: Speyside
Cragganmore Distillery

Ballindalloch
Banffshire
AB37 9AB
Schottland
Tel +44 (0) 1479 874700
oder +44 (0) 1340 872555
Fax +44 (0) 1479 874703

Website Classic Malts
Besucherzentrum

Besuche nur nach Anmeldung. Nähere Informationen auf dieser Website.

Die Cragganmore-Destillerie

Allgemeine Informationen

Die Cragganmore-Destillerie erhält erst langsam die Anerkennung, die ihr eigentlich schon lange gebührt. Cragganmore-Whiskys gehören zweifelsohne zu den großen Speyside-Malts. Immerhin gehört der zwölfjährige Cragganmore zu den Classic Malts von United Distillers & Vinters (UDV) und wird langsam aber sicher immer bekannter.

Hartes Quellwasser und abgeflachte Brennblasen im oberen Bereich tragen wohl zu dem komplexen Aroma von Cragganmore bei.

Geschichte

Die Cragganmore-Destillerie wurde in den Jahren 1869/70 von einem gewissen John Smith gebaut. Die Destillerie ist recht hübsch und liegt versteckt in einer Senke hoch über dem Fluss Spey. Sie ist außerdem Teil des Malt Whisky Trails, der durch die Speyside verläuft. Kurz nach der Jahrhundertwende wurde die Cragganmore-Brennerei 1902 total erneuert. Im Jahr 1923 wurde dann die Cragganmore – Glenlivet Distillery Co. Ltd. gegründet, (White Horse Distillers und Ballindalloch Estate).

Auch Cragganmore teilte zumindest zeitweilig das Schicksal vieler anderer schottischer Destillerien und war von 1941 bis 46 geschlossen. 1964 dann wurde die Zahl der Brennblasen von zwei auf vier verdoppelt. United Distillers & Vinters übernahm dann schließlich in den Jahren 1965/66 alle White Horse-Brennereien, nachdem sich der Konzern bereits 1927 bei White Horse Distillers eingekauft hatte. Derzeit ist Cragganmore eines der Flaggschiffe der Classic Malt Serie von Diageo. Der komplexe Malt repräsentiert dort die Region Speyside. Der Fortbestand der Destillerie scheint auf unbestimmte Zeit gesichert. Allerdings kann so etwas bei einem so großen und weit verzweigtem Konzern wie Diageo nie sicher festgehalten werden.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Cragganmore-Whiskys sind komplex, vielleicht die komplexesten Speyside-Whiskys überhaupt. Die Destillerie ist zwar klein, aber inzwischen durchaus anerkannt. So gehört der zwölfjährige Cragganmore zur Classic Malts Serie von United Distillers & Vinters (UDV), Diageo. In der Destillerie am Fuße des Craggan More Hill wird hartes Wasser aus benachbarten Quellen zum Brennen verwendet. Zur Komplexität tragen vielleicht auch die nach oben abgeflachten kupfernen Pot Stills bei.

Cragganmore-Malt wird hauptsächlich in mehrfach verwendeten Sherryfässern gelagert. Der Whisky ist gehaltvoll und kräftig und ist mit seinem malzigen Nachgeschmack gut als Digestif geeignet.

Der Whisky aus Cragganmore findet sich unter anderem auch in den Blends von Macallum wieder. Cragganmore war einst die erste Destillerie, die zum Transport ihres Whiskys die Eisenbahn nutzte.

Abfüllungen

12 Jahre alt, 40% vol. Alk.
Farbe Gold.
Geruch Komplex, diverse Blumen, honigartig, etwas Kräuter, getrocknete Kräuter sowie Karamelltöne.
Geschmack Voller Körper, etwas sirupartig, süß und leicht Honig, elegant seidige Struktur, sehr ausgewogen, entfaltet sich. Dezenter Rauch, gegen Ende etwas Gewürze.
Abgang Ein langes, malziges Finish mit leichtem Rauch und Andeutungen von Süße.



Distillers Edition 1987, 40% vol. Alk.
Farbe Blasser Bernstein.
Geschmack Der Mund wird erfüllt mit fruchtigen Noten von Kirschen und Orangen, hinzu Portwein und Malz mit einem Hauch Rauchigkeit.
Abgang Das lange Finish ist atemberaubend, karamellig süß zu Beginn, dann trocken und leicht rauchig. Ein faszinierend vielschichtiger Malt.



11 Jahre alt, 1990 Murray McDavid, 46% vol. Alk.
Farbe Heller Goldton.
Geruch Deutliche anklänge an das Bourbon-Fass aus dem dieser Whisky stammt. Vanille und Rauch sind besonders erwähnenswert, ansonsten gewohnt komplex.
Geschmack Spritig und alkoholisch, überraschend scharf. Benötigt Wasser, wird dann zwar rund und süßlich mit Spuren von etwas Holz, bleibt trocken. Insgesamt zu alkoholisch.
Abgang Sehr lang und intensiv.



Bildergalerie

Fotos von Andreas Gugau Fotografie