Die Whiskysteuer

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<seo metakeywords="whisky-guide,guide to whisky,steuer, alkoholsteuer,whisky,whiskey,whisky-fuehrer,whisky-führer,schottland,single,malt,scotch,scotland,whisky-guide,online-guide," metadescription="Alles rund um den Whisky. Die Geschichte der Whiskysteuer und wie die Steuern für Whisky heute berechnet werden." />

Eine Rolle mit Zoll-Aufklebern in der Flaschenabfüllung bei Bruichladdich.

Bereits 1644 wurden in Schottland die Whiskytrinker vom Staat zur Kasse gebeten. In diesem Jahr wurde vom schottischen Parlament erstmals eine Steuer auf Aqua vitae und andere hochprozentige Getränke verabschiedet. 2/8d pro Pint - diese entspricht in etwa 1,5 Liter - wurden fortan erhoben.

Als 1707 die britische Parlamentsunion in Kraft trat, machten sich englische Steuereintreiber auf gen Norden, um in Schottland die Whiskyproduktion zu kontrollieren. Schmuggler betätigten sich damals rege am Whiskyhandel, Schwarzbrennereien schossen wie Pilze aus dem Boden und zum Ende des 18. Jahrhunderts war die Steuergesetzgebung so verwirrend, dass fast jede Brennerei unterschiedlich besteuert wurde.

Einige Jahre später konsumierte König James IV in Inverness "Auqa vitae". Am 15. und 17. September des Jahres 1506 finden sich im Kassenbuch des Schatzmeisters entsprechende Eintragungen. Bei diesem "Lebenswasser" handelte es sich vernmutlich um Trinkalkohol.

Erst 1823 wurde das Brennen von Whisky umfassend neu geregelt. Fortan wurden für Destilleriegeräte mit mehr als 40 Gallonen Fassungsvermögen 2/3 Pfund pro Gallone fällig. Die Gallone hat rund 4,5 Liter. Der Gewerbeschein kostete 10 Pfund jährlich, kleinere Brennereien wurden einfach verboten. Nach und nach traten dann immer mehr Brennereien in Erscheinung.

Die Steuer stiegt immer weiter. Kostete 1992 eine Flasche Scotch 10,81 britische Pfund, so kassierte der Staat davon 5,55 Pfund Steuer, also 19,81 Pfund pro Liter reinen Alkohol.

In Deutschland unterliegt Whisky der Branntweinsteuer. Diese beläuft sich derzeit auf 1303 Euro je 100 Liter (ein Hektoliter) reinem Alkohol. In jedem Fall kommt für den Endkunden noch die Mehrwertsteuer (derzeit 19 Prozent) hinzu.