Glenmorangie

Aus Whisky-Guide.
Wechseln zu: Navigation, Suche

<seo metakeywords="whisky-guide,guide to whisky,whisky,whiskey,whisky-fuehrer,whisky-führer,schottland,single,malt,highlands, berge" metadescription="Alles über die Glenmorangie-Destillerie in den Highlands: Ihre Whiskys, die Geschichte der Destillerie und Verkostungsnotizen." />

Glenmorangie
Region: Highlands
Glenmorangie Distillery

Tain
Ross-shire
IV19 1PZ
Schottland
Tel +44 (0)1862 / 892043
Fax +44 (0)1862 / 893862

Website: Glenmorangie
Besucherzentrum

Glenmorangie verfügt über ein Besucherzentrum an der Destillerie. Informationen: Tel +44 (0)1862 / 892477.

Die hohen Brennblasen bei Glenmorangie.
Das Stillhouse.

Allgemeine Informationen

Die Glenmorangie-Destillerie produziert den meistgetrunkenen Single Malt Schottlands, obwohl die Brennerei selbst vergleichsweise klein ist. Allerdings ist die Destillerie in den nördlichen Highlands nicht nur im Binnenmarkt eine feste Größe.

In den vergangenen Jahren brachte Glenmorangie mehrere Single Malts neu auf den Markt. Inzwischen wird die gesamte Produktion der Destillerie als Single Malt abgefüllt. Glenmorangie brachte als erste Destillerie im Herbst 2002 in limitierter Abfüllung einen Whisky auf den Markt, der in neuen Fässern gereift war. Mehr dazu unter unter Tasting Notes.

Glenmorangie war Anfang des 20. Jahrhunderts zweimal geschlossen worden, hat sich seinen Platz inzwischen aber gesichert.

Geschichte

Die Glenmorangie-Destillerie wurde im Jahr 1843 eröffnet - mit gebrauchten Brennblasen aus der Gin-Produktion. Noch heute haben die Potstills eine ähnliche Form wie bei der Gründung der Destillerie. Mit 5,14 Metern Höhe besitzt Glenmorangie die höchsten Brennblasen Schottlands.

Glenmorangie selbst versteht sich als Traditionalist unter den Whisky-Brennereien, besitzt eigene Wälder und stellt seine eigenen Fässer her, die dann zuerst einmal an amerikanische Bourbon-Destillerien verliehen werden. Vier Jahre reift der Boubon-Whisky im Fass, bevor dann der Scotch in diese gebrauchten Fässer kommt.

Gegründet wurde Glenmorangie von den Matherson Brothers in einer ehemaligen Brauerei. 1887 wurde die Glenmorangie Distillery Co Ltd. ins Leben gerufen. Nördlich der Speyside an der Küste gelegen, hat man von der Destillerie aus einen weiten Blick über den Dornoch Firth. Die heutigen Besitzer MacDonald & Muir übernahmen die Glenmorangie Destillerie 1918. Zum gleichen Unternehmen gehörten lange Jahre außerdem die Destillerien Glen Moray und Ardbeg. Nachdem 2004 Moët Hennessy Louis Vuitton S. A. die Glenmorangie PLC übernommen hatte, wurde Glen Moray wieder verkauft.

Insgesamt zweimal war die Destillerie im 20. Jahrhundert geschlossen. von 1931 bis 1936 und von 1941 bis 1944 ruhte der Betrieb. Zum Ende der 80-er Jahre dann baute Glenmorangie seine Marktposition kontinuierlich aus.

Nicht zuletzt die Wood-Finish-Range mit Whiskys, die in Sherry-, Portwein- oder Madeira-Fässern nachgelagert wurden sorgten für steigende Verkaufszahlen bei Glenmorangie. Die Zahl der Brennblasen wurde zunächst 1980 von zwei auf vier und dann nochmals zehn Jahre später auf acht erhöht.

Der Platz, an dem die Glenmorangie-Brennerei steht, eignet sich ausgesprochen zur Herstellung von Whisky. Schon in den 1700-er Jahren soll es am Dornoch Firth illegale Schwarzbrennereien gegeben haben. Die nördlichen Highlands waren ein ideales, weil dünn besiedeltes Rückzugsgebiet für Schwarzbrenner.

Glenmorangie ist heute der am meisten verkaufte Single Malt in Schottland selbst, obwohl die Destillerie vergleichsweise klein ist. Der Glenmorangie-Whisky wird schon seit den 20-er Jahren als Single Malt vermarktet.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Glenmorangie-Whiskys sind die am meisten getrunkenen Single Malt Whiskys in Schottland. Und das, obwohl Glenmorangie eine vergleichsweise kleine Destillerie in den nördlichen Highlands ist. Zum Erfolg der Glenmorangie-Produkte hat vor allem die Wood-Range beigetragen, bei der die Whiskys in verschiedenen Fässern nachgelagert werden. Glenmorangie hat mit diesen Experimenten früh angefangen - und sie erfolgreich abgeschlossen.

Allerdings beschränkt sich Glenmorangie beim Holz nicht nur auf die Nachlagerung siener Whiskys. Die Destillerie besitzt in den USA eigene Wälder und stellt dort ihre eigenen Fässer her. Diese werden dann zuerst für vier Jahre an Bourbon-Brennereien verliehen, bevor dann Glenmorangie seinen eigenen Whisky einfüllt.

Die Brennerei benutzt - im Gegensatz zu vielen anderen Malt-Destillerien - die Boubon-Fässer nur zweimal. Oder auch zum ersten Mal überhaupt. Es gab in früheren Jahren einige Versuche, andere Fässer oder gar neue Holzfässer einzusetzen, um Whisky darin lagern zu lassen. Allerdings sind diese alle fehl geschlagen. Im Herbst 2002 stellte Glenmorangie dennoch einen Missouri Oak Reserve 1991 vor, der in neuen Fässern gereift war. Eine echte Sensation! Der Aufwand war allerdings riesig und für eine kontinuierliche- oder Massenproduktion nicht zu übernehmen. Glenmorangie setzte Fässer aus langsam gewachsenem, fein strukturiertem Holz ein, das ganz sorgsam verarbeitet und schließlich luftgetrocknet wurde. Heraus kamen am Ende einmalige 1000 Flaschen aus ganzen fünf Fässern.

Die Whiskys von Glenmorangie sind überwiegend zart und blumig mit der typischen Süße der schottischen Highlands. Allerdings mischt sich hin und wieder eine Spur von Seegschmack unter - die Destillerie liegt direkt am Meer. Das gleichmäßige Klima scheint dem Whisky gut zu bekommen.

Abfüllungen

Zehn Jahre alt, 40% vol. Alk.
Farbe Heller Goldton.
Geruch Sehr mild und duftig. Die Hauptaromen entsprechen der einer Blumenwiese. Ein wenig Mandarine und Vanille.
Geschmack Überaus cremig, ein wenig trocken mit Verzögerung. Ein zarter und leicht rauchiger Nuss-Geschmack.
Abgang Lang.



15 Jahre alt, 43% vol. Alk.
Farbe Tiefer Goldton.
Geruch Voller Aromen und mild mit ausgeprägten würzigen Aromen. Deutliche Eichenholznoten mit Vanille-, Walnuss- und Toffee-Aromen.
Geschmack Trockene und süße Noten balancieren sich aus. Eiche, Nüsse und Gewürze stehen Vanille, Honig und Schokolade gegenüber.
Abgang Mild und überraschend lang.



18 Jahre alt, 43% vol. Alk.
Farbe Kräftiges Gold.
Geruch Überaus abgerundeter Geruch. Nuss- und Vanille-Aromen, dazu Zitrusfrüchte und Honig.
Geschmack Sehr voll, Malz, Honig und Sherry-Aromen wiegen sich auf.
Abgang Lang, malzig.



Port Wood Finish, 43% vol. Alk.
Farbe Goldfgarben.
Geruch Karamel und bittere Schokolade. Frische Minze. Unverdünnt ein wenig sprittig.
Geschmack Braucht einige Tropfen Wasser, ist sonst sprittig. Ansonsten weich und sanft. Süße Portwein-Noten, die allerdings sehr zurückhaltend sind.
Abgang Mittellang.



Sherry Wood Finish, 43% vol. Alk.
Farbe Heller Goldton.
Geruch Sehr deutlicher Sherryton. Honig, eine süße Blumenwiese, ein wenig Nuss und Vanille, Zitrusfrüchte sind weit entfernt auszumachen.
Geschmack Zarte Toffeenoten, weiter deutliche Malz- und Sherryaromen.
Abgang Weich und warm.



Port Wood Finish, 43% vol. Alk.
Farbe Goldfgarben.
Geruch Karamel und bittere Schokolade. Frische Minze. Unverdünnt ein wenig sprittig.
Geschmack Braucht einige Tropfen Wasser, ist sonst sprittig. Ansonsten weich und sanft. Süße Portwein-Noten, die allerdings sehr zurückhaltend sind.
Abgang Mittellang.



Madeira Wood Finish, 43% vol. Alk.
Farbe Bernsteinfarben.
Geruch Frisch und dennoch abgerundet-komplex. Ein wenig Seetang, schwarzer Pfeffer und Minze.
Geschmack Frisch und würzig, süß mit Zitrusaromen.
Abgang Relativ lang.