Linkwood

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<seo metakeywords="scotch,whisky,single,malt,whisky-guide,speyside,highlands,guide to whisky,whiskey,whisky-fuehrer,whisky-führer,schottland" metadescription="Alles über die Linkwood-Destillerie in der Speyside: Ihre Whiskys, die Geschichte der Destillerie." />

Linkwood
Region: Speyside
Linkwood Distillery

Elgin
Morayshire
IV30 3RD
Schottland
Tel +44 (0)1343 / 547004
Fax +44 (0)1343 / 549449

Keine Website
Keine Besucher
Die Linkwood-Destillerie.
Linkwood im Winter.

Allgemeine Informationen

Die Linkwood-Destillerie beim Fluss Lossie in der Speyside ist nicht mehr ganz so staubig, wie sie zu Zeiten von Manager Roderick Mackenzie war. Der nämlich verbot sogar die Entferung von Spinnweben - aus Angst, der Geschmack des Whiskys könnte darunter leiden.

Die Destillerie besitzt einen kleinen Stausee, in dem sich viele Wasservögel und andere Tiere tummeln. Linkwood besitzt gleich zwei Brennereigebäude. Das neuer wurde 1960 errichtet, das ältere stammt noch aus der Gründerzeit 1821.

Hilary N. Lamont, Gärtnerin

Die Linkwood-Destillerie hat in ihrem Personalbestand eine Mitarbeiterin, die mehr Beachtung erhält als beispielsweise die Destillerie-Manager oder Brennmeister. Klar, es handelt sich bei der Gesuchten um die Gärtnerin, Hilary N. Lamont. Sie hegt und pflegt nicht nur die Blumen um die Linkwood-Brennerei sondern ist auch für die Tierwelt zuständig. Und die ist reichlich vorhanden beim Stausee, der das Kühlwasser für die Destillerie liefert.

Die Population an Wasservögeln wechselt je nach Jahreszeit. Wenn aber jemand fundierte Auskuft darüber geben kann, dann Hilary N. Lamont. Vier bis fünf Hektar ist das Gelände groß, aufgekauft von der Destillerie, um den Stausee zu schützen. Obwohl der See nur Kühlwasser enthält, sind seine Ufer sehr naturnah gehalten.

Das ganze Jahr über ist eine Population von Stockenten in und um den kleinen Stausee beheimatet. Während der Wanderzeit sind im Frühjahr und Herbst oft andere Vögel zu gast. Dazu gehören die seltereren Reiher- und Schellenten, die bei Linkwood regelmäßig eine Pause auf ihrer Reise ins Sommer- oder Winterquartier einlegen.

Einmal landete sogar ein kleiner Krabbentaucher bei Linkwood, der von einem Sturm ins Landesinnere getragen worden war. zu den regelmäßigen Besuchern zählt Gärtnerin Hilary N. Lamont Graureiher, Gänsesäger, Kormorane und Höckerschwäne. Auch Bachstelzen und Austernfischer wurden schon gesichtet.

Zu den regelmäßigen Besuchern auf dem Gelände der Brennerei gehören auch Otter, die auch in Schottland immer weiter zurückgedrängt werden und auf solche Zufluchtstätten angewiesen sind. Auch Hirsche tummeln sich regelmäßig bei Linkwood. Otter wie Hirsche werden selbst zwar so gut wie nie gesehen, allerdings sind ihre Hinterlassenschaften sichere Hinweise für ihre tatsächliche Existenz.

Hilary N. Lamont wacht mit Argusaugen über den Stausee und seine Bewohner - auch Besucher können sich in der Nähe des Sees ein Bild von der Tierwelt dort machen. Wie immer in freier Natur ist allerdings Zurückhaltung angesagt.

Geschichte

Die Linkwood-Destillerie bietet eine ganze Fülle von Stories und Legenden. Meist sind sie halb wahr und - wie bei Legenden üblich - in findigen Köpfen entstanden. Ziemlich lebendig ist zumindest Hillary Lamont, ihres Zeichens Gärtnerin bei Linkwood. Mrs. Lamont ist nicht nur für den prächtigen Blumenschmuck rund um die Gebäude der Destillerie zuständig, sie achtet auch auf den kleinen Stausee, der das Kühlwasser für den Destillationsvorgang zurückhält.

Weitaus weniger gesichert ist eine Macke von Manager Roderick Mackenzie. Der soll nämlich - aus Angst, dass die Qualität des Whiskys darunter leidet - keinerlei Veränderungen geduldet haben. Auch nicht die Entfernung von Spinnweben in den Gebäuden der Linkwood Brennerei.

Gegründet worden war die Linkwood-Destillerie bereits im Jahr 1821. Vier Jahre später übernahm ein gewisser Peter Brown die Destillerie. Der Betrieb wurde in den Jahren darauf eingestellt. Erst 1872 baute ein Nachfolger Browns, William Brownm die Linkwood-Brennerei wieder auf. Die Linkwood-Glenlivet Distillery Co. Ltd. wurde 1897 gegründet, 1933 übernahmen SMD das Ruder.

Im Jahr 1962 wurde die Destillerie grundlegend renoviert. Nur neun Jahre später, 1971, wurde die Brennerei wieder renoviert und dieses Mal auch erweitert. Die Zahl der Brennblasen stiegt von zwei auf sechs.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Linkwood-Whiskys besitzt eigentlich zwei Destillerien. Es gibt zwei unterschiedliche Brennereigebäude, in denen die Brennblasen untergebracht sind. Die Stills im alten Gebäude, das noch vom Ende des 19. Jahrhunderts stammt, aus der Gründungszeit der heutigen Destillerie, wird nur einige Monate im Jahr betrieben.

Aus den Brennhäusern kommen unterschiedliche Malts. Das neue Brennhaus wurde 1962 erbaut und 1971 erweitert. Die Whiskys, die im neuen Brennhaus hergestellt werden, sind nicht ganz so kräftig wie die anderen. Insgesamt sind Linkwood-Whiskys recht obstig und fruchtig.

Abfüllungen

12 Jahre alt, 40% vol. Alk.
Farbe Goldfarben.
Geruch Süß und leicht, trotzdem mit Nussaromen. Besitzt einige Tiefe im Geruch.
Geschmack Zuerst süß, dann süß mit Malzaromen.
Abgang Trockener als der Geschmack.



12 Jahre alt, Flora & Fauna, 43% vol. Alk.
Farbe Gelblich.
Geruch Sehr blumig. Dazu deutliche Aromen einer frisch gemähten Wiese. Leicht torfig.
Geschmack Kommt erst langsam zum Tragen. Marzipan und angenehm süß.
Abgang Trocken.



12 Jahre alt, 1989, Murray McDavid, Sherry-Cask, 46% vol. Alk.
Farbe Rötlich.
Geruch Frisch und grasig mit Anklängen an Dörrobst. Insgesamt fruchtig und trocken, deutlicher Geruch nach getrockneter Gerste.
Geschmack Alkoholisch und kantig, der Geruch setzt sich fort, schmeckt wie eingelegte Früchte und passt hervorragend zu Obstkuchen. Auf der Zunge recht grasig.
Abgang Kurz und süß-fruchtig.



13 Jahre alt, 1988, Signatory, 43% vol. Alk.
Farbe Helles Gold.
Geruch Ein wenig rauchig und holzig. Wird spät etwas fruchtig mit Anklängen an trockenes Getreide.
Geschmack Sehr viel runder als der Geruch. Insgesamt zu rund, wirkt blass und flach. Die Frucht weivcht dem Holz.
Abgang Kurz, etwas Rauch.



22 Jahre alt, Rare Malts
Farbe Goldfarben.
Geruch Wieder ein wenig Torf. Dazu deutliche Gerüche einer Blumenwiese mit Rosenwasser.
Geschmack Mandeln und Karamel. Süß wie Kondensmilch.
Abgang Lang.