Scotch-Whisky

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<seo title="Die Whisky-FAQ." metakeywords="scotch,single,malt,whisky,whisky-guide,guide to whisky,whisky,whiskey,whisky-fuehrer,whisky-führer,schottland,scotland,whisky-guide,online-guide," metadescription="Alles rund um Whisky. Die Whisky-FAQ. Häufig gestellte Fragen und Antworten. Was ist Scotch Whisky?" />

Edelstahltanks bei Glen Scotia in Campbeltwon.

Scotch allgemein

Scotch Whisky stammt - wie der Name schon sagt - aus Schottland. Im Norden der britischen Inseln wird nicht nur der bekannteste Whisky hergestellt, hier gibt es außerdem auch eine große Vielfalt verschiedener Whiskys. Rund 100 Brennereien sind noch in Schottland in Betrieb und jede produziert ihr eigenes, spezielles Destillat.

Unter den edlen Spirituosen ist Scotch weltweit mit Abstand die erfolgreichste. Wer einen Scotch trinkt, nimmt allerdings meist eine Mischung ausv verschiedenen Whiskys zu sich. Man spricht in diesem Fall von Blendet Scotch, von einem Verschnitt verschiedener Scotch Whiskys. Für die geblendeten Whiskys werden noch die meisten Destillate hergestellt, in den vergangenen Jahren kommen aber immer mehr Single Malts auf den Markt.

Wie andere regionale Produkte auch, ist der Begriff Scotch von der europäischen Union geschützt. Er darf nur für in Schottland erzeugten Whisky verwendet werden.

Scotch darf ein Whisky erst dann genannt werden, wenn er mindestens drei volle Jahre in einem Fass in Schottland gelagert wurde. Das heißt aber noch nicht, dass ein Scotch mit drei Jahren Lagerzeit auch trinkbar ist oder gar gut schmeckt.

Im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland (UK) wurde Scotch Whisky durch Gesetz seit 1909 definiert und ist von der Gesetzgebung der Europäischen Union seit 1989 anerkannt. Die derzeitige UK-Gesetzgebung, die sich speziell auf den Scotch Whisky bezieht, ist The Scotch Whisky Act von 1988. Die dortigen Bestimmungen, die 1990 in Kraft traten, hoben jenen Teil des Finance Act von 1969 auf, der die nachfolgende Definition von Scotch Whisky betrifft. Im Sinne des Scotch Whisky Acts von 1988 ist

"Scotch Whisky" ein Whisky wenn,

  • er in einer Brennerei in Schottland aus Wasser und gemälzter Gerste), welche in dieser Brennerei zu Maische verarbeitet wurden, nur durch endogene Enzymsysteme in ein gärbares Substrat übergeführt wurden, und nur durch die Zugabe von Hefe gegärt wurde. Andere Getreidesorten dürfen nur als ganze Körner zugegeben werden.
  • der Whisky auf einen Alkoholgehalt von weniger als 94,8 Vol-% destilliert wurde, so dass das Destillat den bei der Produktion verwendeten Ausgangsstoffen Aroma und Geschmack entzieht
  • der Whisky in besteuerten Lagerhäusern in Schottland in Eichenfässern mit einer Höchstkapazität von 700 Litern je Fass gereift wurde.
  • die Reifungsdauer drei Jahre nicht unterschreitet.
  • Farbe, Aroma und Geschmack von den in der Produktion und Reifung verwendeten Ausgangsmaterialen bezieht.
  • nur die Substanzen Wasser und Zuckerkulör E 150 beigefügt wurden.

The Scotch Whisky Act und die EU-Gesetzgebung schreiben einen Mindestalkoholgehalt von 40 vol.-Prozent vor. Dies betrifft alle Scotch Whiskys, nicht nur Single Malt.

Malt Whisky

Malt Whisky wird aus Malz hergestellt. Dies ist beispielsweise Grundvoraussetzung für einen Scotch; er muss aus gemälzter Gerste gebrannt werden.

Whisky kann aber beispielsweise auch aus Mais hergestellt werden. In diesem Fall spricht man vom Grain Whisky. Manchmal werden auch Gerste und Mais gleichzeitig benutzt.

Unterschieden wird dabei auch das Brennverfahren. Malt Whisky wird in so genannten Pot Stills destilliert. Dabei muss der Brennkessel immer wieder neu befüllt werden. Bei Grain Whiskys kann in einem kontinuierlichen Prozess gebrannt werden, die Brennkessel müssen nicht immer wieder neu befüllt und angeheizt werden. Dieses Verfahren heißt Patent- oder Coffey-Destillierverfahren.

Single Malt

Single Malt ist eine weitere Spezifizierung innerhalb der Malt-Whiskys. Ein Whisky wird dann als Single Malt bezeichnet, wenn er zum einen die Voraussetzungen für einen Malt erfüllt und zudem noch aus einer einzigen Destillerie stammt.

Deshalb heißen Marken wie Chivas oder Teachers zwar Malt (und auch Scotch Whisky), nicht jedoch Single Malt, da für diese Whiskys die Erzeugnisse mehrerer Brennereien gemischt werden.

Allerdings werden auch bei Single Malt-Erzeugnissen viele Destillate gemischt. Zwar nur solche aus einer einzigen Destillerie, aber manchmal 50 Fässer und mehr, um ein immer gleiches Produkt zu erreichen.

Pure Malt

Pure Malt tragen einige Whiskys als zusätzliche Bezeichnung. Diese ist aber weder ein Gütesiegel noch ein Hinweis auf etwas ganz besonderes. Pure Malt gibt nur an, dass dieser Scotch die Bedingungen für einen Malt-Whisky erfüllt.

So manchem Whisky-Trinker kommt diese Bezeichnung sogar spanisch vor, allerdings ohne Grund. Vor allem die Destillerie Glenfiddich kennzeichnet ihre Whiskys mit "Pure Malt".


Single Cask

Scotch Whisky wird in Fässern mit einem maximalen Fassungsvermögen von 700 Litern gelagert. So steht es im Gesetz. Nur ganz selten kommt ein Whisky aus einem einzelnen Fass in die Flaschen. Dieser trägt dann die Bezeichnung Single Cask.

Normalerweise werden hunderte Fässer miteinander verschnitten, so dass ein immer gleich schmeckendes Getränk in die Flaschen und auf den Markt kommt. Jedes Fass Whisky entwickelt nämlich seinen eigenen Geschmack. Dies liegt beispielsweise an der beschaffenheit des Fasses. Stammt das Holz vom Nord- oder Südhang eines Berges, aus Amerika oder Spanien?

Jahrelang reift der Whisky in Schottland in einem Fass. winter und sommer, Hitze und Kälte sorgen dafür, dass sich das Fass ausdehnt und wieder zusammenzieht. All diese Umwelteinflüsse sorgen dafür, dass jedes Whisky-Fass einen eigenen Geschmack entwickelt. Selbst wenn zwei Fässer unmittelbar nacheinander befüllt werden, können sie höchst unterschiedliche Geschmäcker entfalten.

Schließlich spielt es noch eine Rolle, wann der Whisky destilliert wurde. Im Sommer? Oder im Winter, wenn der Bach, aus dem die Destillerie ihr Wasser entnimmt, Schmelzwasser mitführt.